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Verein:
"Stadelfenster- und Ziegelkultur im Alpe-Adria-Raum"

Verein


Der Verein ist nun offiziell durch die Vereinsbehörde genehmigt worden und mit der 1. Sitzung am Dienstag, den 13. September 2005 um 19.00 Uhr im Landhaushof-Stüberl in Klagenfurt, wurde mit der Arbeit begonnen.


Ziel des Vereins ist es, gemeinsam um die Förderung und die Erhaltung dieses wertvollen Kärntner Kulturgutes zu kämpfen. Wir möchten vermehrt an die Öffentlichkeit herantreten, diese Stadelgitter zu beachten und zu erhalten.

Vereinssatzung (zu öffnen im pdf-Format): Satzung Deutsch und Satzung Friulanisch und Satzung Slowenisch

Beitrittserklärung zum Verein (zu öffnen im pdf-Format): Beitrittserklärung

Vereinsvorstand:

  • Obmann: Dr. Hans BITTNER


  • 1. Stellvertreterin: Ingeborg MÜLLNER


  • 2. Stellvertreter: Reinhold GASPER


  • Kassier: Dieter MÜLLNER


  • Schriftführer: DI Ekart HARTMANN


  • Vorstandsmitglied: Mag. Dr. Andreas KLEEWEIN


  • Vorstandsmitglied: Erich Robatsch


  • Rechnungsprüfer: Ing. Gerold HÖCHTL und Mag. Peter RUTTNIG


  • Durch Rundfunk, Fernsehen und andere Medien wollen wir stärker dafür werben.

    Wir bieten Vorträge über die Entstehung, Formen, Zweck und Gestaltungsformen der verschiedenen Ziegelgitterfenster in Kärnten mit Power-Point-Unterstützung an. Hier werden speziell Stadel mit Ziegelgitterfenster aus der jeweiligen Region gezeigt.Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Ingeborg Müllner, Tristangasse 36, 9020 Klagenfurt, Tel. 0664 26 22 079 e-mail: ingeborg.muellner@aon.at

    Jeder, der uns in unserer Arbeit unterstützen möchte, ist herzlich willkommen!


    Bitte um Mithilfe:
    Wer kennt die Herkunft dieser Ziegel. Sie befinden sich im alten Stadel des Hauses Fürstenplatz 1, Friesach?
    In welcher Ziegelei wurden diese hergestellt?
    Sie sind einzigartig in Kärnten und niemand kennt sie.




    Der Verein fördert weiters jegliche Grundlagenforschungen zum Kulturgut „Ziegel“, die bekanntlicherweise für Kärnten größtenteils noch ausstehen. Es soll versucht werden, nahezu in letzter Minute, noch erreichbare Materialien zu bergen, Reste von einstigen Ziegeleien und Ziegelöfen zu dokumentieren und noch lebende Gewährsleute, die Informationen und Hinweise auf Ziegelhersteller liefern können, ausfindig zu machen. Folgende Forschungsansätze und Arbeitsvorhaben zum komplexen Thema „Ziegel“ wären mit Hilfe von kompetenten Fachleuten und Ziegelliebhabern in Angriff zu nehmen:

  • Erforschung und Dokumentation der zahlreichen, früher im Lande tätigen Ziegeleibetriebe vor Ort und an Hand von Archivmaterial (Industriearchäologie)


  • Dokumentation von historisch und volkskundlich bedeutenden Ziegelbauten und anderen Verwendungsarten, z. B. Sakral- und Profanbauten, Stadel mit Ziegelgitterfenstern, Gewölbe, etc.


  • Aufsammlung historischer Ziegel (Mauer-, Dach- u. Sonderziegel) mit dem Ziel einer Studiensammlung in Anlehnung an ein bestehendes Museum oder eines eigenen Kärntner Ziegelmuseums. Dafür suchen wir einen entsprechenden Stadel oder eine andere passenden Räumlichkeit, nach Möglichkeit im Nahbereich von Klagenfurt.


  • Klärung der sog. Ziegelzeichen oder Ziegelstempel und deren Zuordnung zu einer Ziegelei als Mittel zur Datierung des Ziegels oder der historischen Bausubstanz


  • Sammlungsgemäße Bearbeitung des Einzelziegels (Format, Farbe, Typisierung, Fotodokumentation, Inventarisierung) und geordnete Aufbewahrung in der Studiensammlung historischer Ziegel


  • Geologische Untersuchungen zu den Vorkommen der für die Ziegelerzeugung geeigneten Ton- bzw. Lehmlagerstätten


  • Untersuchungen zu Phasenpetrologie, Mineralogie, event. Fossilgehalt der Ziegel


  • Wir alle sind ehrenamtlich mit größter Begeisterung dabei.


    Jeder, der uns in unserer Arbeit unterstützen möchte, ist herzlich willkommen!




    AGRARMESSE in Klagenfurt, 20. - 22.01.2006
    Präsident Wutscher mit Ingeborg Müllner beim Stand der "Stadelfenster" auf der Messe.


    rechts:Auch Direktor Bittner half tatkräftig mit.


    Am 23. Mai 2006 besuchte unser Vorstand gemeinsam mit Herrn Ing. Ottowitz aus Dornbirn und Herrn Dr. Gerhard Zsutty die Familie Wandelnig in Eberdorf bei Hirt.

    Zweck des Besuches :
  • Gespräche mit Herrn Max Wandelnig über den Werdegang der Ziegelei von den Anfängen bis zur Betriebseinstellung im Jahre 1970 .

  • Besichtigung des bestehenden Ringofens und des Ringofengebäudes mit Kamin ,

  • Entgegennahme von diversen Ziegeln , Schürlochkapsel und Schürlochdeckel ,

  • sowie das Ersuchen zur Überlassung diverser Ziegelkarren aus Holz ,

  • und diverse fotografische Aufnahmen im und um den Ofen.


  • Herr Wandelnig erläutert kurz den Werdegang der Ziegelei und gibt dann weitere Einzelheiten über seine Vorfahren , die das Werk aufgebaut und jeweils mit einigen Unterbrechungen betrieben haben . Herr Dr.Zsutty konnte dabei die angegebenen Daten in sein vorbereitetes Formular eintragen . Als Namensdokumente standen auch Todesanzeigen zur Verfügung , die von Frau Müllner fotografisch aufgenommen wurden. Diese Grundlagen kann Herr Dr.Zsutty für eine spätere Dokumentation dieser Ziegelei verwenden. Die Ziegelei wurde während ihres Bestandes in schlechten Zeiten immer abgestellt, was bei der damaligen transporttechnischen Einrichtung und dem händischen Umschichtungsbetrieb nicht anders möglich war .

    Im Jahre 1970 wurde der Betrieb gänzlich stillgelegt. Nach Wandelnig haben viele Kärntner Ziegeleien ihre Tore geschlossen . Der Ziegeleibetrieb liegt unweit von der landwirtschaftlichen Liegenschaft, in der auch eine Mühle beherbergt ist.

    Der Sohn des Herrn Max Wandelnig betreibt unmittelbar in der Nähe des Ziegelringofens ein Fuhrwerks- und Baggerunternehmen und recycelt Bauschutt für den Strassen-Unterbau und ist auch mit Strassenbau beschäftigt. Vom Ziegelwerk selbst besteht noch der Ringofen mit dem Gebäude darüber sowie der 37 m hohe Schlot.

    Errichtet wurde der Ringofen und der Schlot von der Firma Steinbrück in Graz im Jahre 1896 und hat folgende Dimensionen u. Charakteristik : Brennkanalbreite 2,00 m , Brennkanalhöhe 2,20 m , Kammerlänge von Türe zur Türe 4,20m , Anzahl der Kammern 12 , Kammertüren 0,80/1,70 m , Auskleidung des Brennkanales mit halbfeuerfesten Steinen , innere Rauchfüchse , der Brennkanal ist dreischürig (3 Schürlöcher der Breite nach) , Längs-Schürlochabstand 1,25m , die Ofenaußenmauer ist im unteren Teil aus Bruchsteinen im oberen Teil aus Ziegeln . Die Rauchgasglocken waren zuerst ohne Konus und waren daher schnell verzogen , weshalb es in den einzelnen Zonen des Ofenbetriebes unerwünschten Rauchabzug gab, der das Brennergebnis beeinflusste. Es wurden daher später Rauchglocken mit Konus eingebaut . Die Glockenbedienung am Schürboden erfolgte über eine eigene Hebevorrichtung und nicht mit Spindeln . Das Ziegelwerk wurde ohne Sumpfhaus und ohne künstliche Trocknerei betrieben , war daher auch kein Ganzjahresbetrieb . Das Lehmmaterial ist rot brennend und eher mager. Die Trockenschwindung kannte Herr Wandelnig nicht mehr, schätze sie auf ca 5 % . Die Brenntemperatur wurde mit 1000°C angegeben , aber sie liegt erfahrungsgemäß bei dem sehr eisenhaltigem Lehmmaterial bei 900 ° C.

    Die erzeugten Vierlochziegel sind sehr dickwandig und lassen daher auf eine eher einfache Fabrikationstechnologie schließen. Der Zustand des Ringofens, des Schornsteines und des Ofengebäudes würde eine sehr umfangreiche und auch kostspielige Sanierung erfordern .

    Das aus einer Holzkonstruktion bestehende Ofengebäude wird derzeit mit Zugschließen noch zusammen gehalten , sonst würde es einstürzen . Auch der Schornstein hat einen breiten senkrechten Riss, ca. 70 % der Schornsteinhöhe. Um über eine Sanierung konkret sprechen zu können müsste eine Kostenschätzung gemacht werden. Unter den gegebenen Voraussetzungen des Ofenzustandes, als auch wegen des nahe liegenden Umschlag- und Recyclingplatzes kommt meines Erachtens die Verwendung der Ziegelei als Ziegeleimuseum nicht in Frage .

    Die Erhaltung des dem Kamin nahe liegenden Teil des Ringofens(1/3) mit dem Kamin könnte als musealer Teil einer Ziegelei dann in Frage kommen, wenn dafür seitens der öffentlichen Hand und einiger Sponsoren das dafür erforderliche Kapital auch aufgebracht werden würde . Unter der Aufarbeitung der nun vorhandenen und noch zu erforschenden Unterlagen könnte eine Dokumentation in Bild und Schrift entstehen . Vor einer gut geplanten fotografischen Erfassung müsste das Umfeld des Ofens natürlich entsprechend aufgeräumt werden. Die von Frau Müllner gemachten Fotos könnten dabei zum Teil schon verwendet werden .

    PRESSESPIEGEL:


    10 Jahres-Feier, veröffentlicht im Kärntner Bauer - Zeitschrift der Landwirtschaftskammer Kärnten,
    Juli 2015 Seite 1 und Seite 2

    "Kulturspiegel", Nummer 3, August 2015, Zeitschrift des Kärntner Bildungswerkes Artikel

    Die Stadelguckerin Artikel 11.01.2014

    Übergabe der Fotodokumentation ans Landesarchiv Kleine Zeitung 19.7.2013

    Übergabe Fotodokumentation - Artikel Kärntner Landwirtschaftskammerzeitung Artikel 13.07.2013

    Kärntner Bauernkalender 2012 Seite 1 und Seite 2 und Seite 3 und Seite 4

    Artikel in der Kleinen Zeitung vom 29. Mai 2011 Foto des Artikels und Artikel

    Artikel in der Kleinen Zeitung vom 13. Feber 2011 Artikel und Foto des Artikel Teil 1 und Teil 2

    Artikel „ Ein Kulturgut unserer Heimat„ aus der Zeitschrift „Kultur“ Kärntens schönste Seiten
    hier lesen: [Artikel Seite 1] und [Artikel Seite 2] und [Artikel Seite 3] und [Artikel Seite 4]

    Artikel in der Kleinen Zeitung vom 22.07.2007 Artikel lesen - Teil 1

    Artikel in der Kleinen Zeitung vom 22.07.2007 Artikel lesen - Teil 2

    Artikel in der Kleinen Zeitung vom 22.07.2007 Artikel lesen - Teil 3

    Artikel in der Kleinen Zeitung vom 22.07.2007 Artikel lesen - Teil 4

    Artikel in der Kärntner Tageszeitung vom 17.07.2007 Artikel lesen - Teil 1

    Artikel in der Kärntner Tageszeitung vom 17.07.2007 Artikel lesen - Teil 2

    Artikel in der Kärntner Kronen Zeitung vom 19.07.2006 [Artikel 1. Teil lesen] [Artikel 2. Teil lesen]

    Artikel im "Kärntner Bauer" [Artikel lesen]

    Artikel in der Kärntner Tageszeitung vom 16.11.2005 [Artikel lesen]



    Fotos unserer Arbeit:

    Als Beispiel für unseren Einsatz zeige ich nachstehend ein paar Fotos, wie wir in Sagrad beim Josefshof eine Rosette und ein Fenster herausgeholt haben. Dieser wunderschöne alte Stadel wird leider abgerissen und so konnten wir diese beiden Teile wenigstens der Nachwelt erhalten. Wir hoffen, diese einmal in einen Stadel einbauen zu können oder zumindestens in einem Ziegelmuseum aufzubauen.

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